Doch Kapellmeister Georg Stockhammer, Bäckermeister in Kraxenberg, gelang es, die Kapelle von 1940 bis 1941 ein Jahr in kleiner Besetzung zu errichten, sodass wenigstens kirchliche Anlässe festlich gestaltet werden konnten. Abermals musste sich die Kapelle aufgrund des Krieges auflösen.

Aber bereits im Herbst 1946 fanden sich einige Musiker wieder zusammen und nahmen ihre Arbeit als Botschafter der Musik wieder auf. In kürzester Zeit entstand ein annehmbarer Klangkörper, der schon im Mai 1947 wieder in der Öffentlichkeit spielen konnte.

1948 erhielt der erhielt die Musikkapelle ein neues Vereinsstatut in dem sie sich als „Ortsmusik Kirchheim“ bezeichnete.

 

1960 folgte die Neueinkleidung der Musiker in eine „Original Innviertler Tracht“, bestehend aus braunem Rock, rotem Leiberl und schwarzer Knickerbocker.

Bereits 1965 nahm die Musikkapelle zum ersten Mal am weltberühmten „Trachten- und Schützenzug“ anlässlich des Münchner Oktoberfestes teil, zu dem sie insgesamt noch 5 Mal eingeladen wurde.

1978 findet die Umbildung des Vereins „Ortsmusik Kirchheim“ in „Trachtenkapelle Kirchheim“ statt.

1979 veranstaltete die Trachtenkapelle Kirchheim erstmals ein Musikfest anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens. 34 gratulierende Kapellen boten dem Ort ein farbenprächtiges und imposantes Bild beim Festzug.

1989 hatte der Musikverein die Ehre, das 32.Bezirksblasmusikfest des Bezirkes Ried im Innkreis mit Marschwertung auszurichten. Auch dieses Fest , wurde durch die monatelangen Vorbereitungen und das Bemühen der Musiker zu einem unvergesslichen Erlebnis aller Besucher.

1991 wurde Trachtenkapelle erstmals zum Bundesmusikfest nach Wien eingeladen.

1998 erhielt die Trachtenkapelle die „Prof.-Franz-Kinzl-Medaille“, die höchste Auszeichnung des oberösterreichischen Blasmusikverbandes.

Im Jubiläumsjahr 1999 nahm die Trachtenkapelle wieder am Bundesmusikfest in Wien teil und veranstalte ein Musikfest anlässlich ihres 120-jährigen Bestehens.

2001 ging die Reise zu den internationalen Musiktagen nach Rastede in Norddeutschland.
Seit dem Jahr des Beitritts der Gemeinde Kirchheim zur „Charta der Dörfer“ 2002 nimmt die Trachtenkapelle auch an den Reisen zu den verschieden Kulturdörfern teil. Die sind nur einige Höhepunkte im Vereinsgeschehen der Trachtenkapelle. Mit Geschichten über verschiedene Konzertreisen und Musikausflüge wie nach Monaco, Venedig, Amsterdam, Südtirol mehr könnte man ganze Bücher über das Vereinsleben füllen.

 

zeitstrahl

Seit 1972 veranstaltet der Musikverein jährlich ein „Frühjahrskonzert“, das immer wieder einen Höhepunkt im Vereinsjahr darstellt und auch sehr gut besucht wird. Seit 1990 wird das Konzert an zwei Tagen, also Freitag und Samstag Abend, durchgeführt.

Seit 1986 spielt die Trachtenkapelle Kirchheim bei Konzertwertungen in der Leistungsstufe C (Oberstufe, zweithöchste Stufe, seit 2011 Oberstufe D) und nimmt seit vielen Jahren regelmäßig an Konzertwertungen teil. Auch bei den Marschwertungen wird in der höchsten Leistungsstufe sehr erfolgreich teilgenommen.

Seit 2002 gibt es einen Fixtermin im Vereinsjahr, der den Jüngsten gewidmet ist: Eine „Ostermatinee“, regelmäßig am Ostemontag Vormittag abgehalten und von den Nachwuchsmusikern der gesamten Gemeinde veranstaltet wird. Diese Veranstaltung stellt einen besonderen Stellenwert in der Jugendarbeit der Trachtenkapelle dar und wird von den Einwohnern der Gemeinde sehr gut angenommen.

Die Trachtenkapelle nahm zuletzt 2006 und 2009 am Oktoberfestumzug in München teil. Weiters spielten die Kirchheimer Musiker 2009 beim Ball der Oberösterreicher in Wien auf.

Im Jahr 2011 erhielt die Trachtenkapelle den Professor Rudolf Zeman-Preis im Rahmen eines Partnerschaftskonzertes. Dieser Preis ist der höchste, den der Oberösterreichische Blasmusikverband verleiht. Vorraussetzung ist das 10-malige Erreichen der Beurteilung "Ausgezeichnet" bei Marschwertungen, erlangt unter der Leitung des ehemaligen Stabführer Franz Glechner und des amtierenden Stabführers Gerald Schauer-Weiß, sowie das 20-malige Erreichen der Beurteilung "Ausgezeichnet" bei Konzertwertungen, erlangt unter der Leitung des ehemaligen Kapellmeister Johann Wiesner und dem derzeitigen Kapellmeister Helmut Gruber.

zemanpreis

Die Geschicke der Kapelle werden geleitet von:

Josef Wiesner (Obmann, seit 2003)
Helmut Gruber (Kapellmeister, seit 2002) und
Gerald Schauer-Weiß (Stabführer, seit 2008).